Wirklichkeit der Visionen

 

 

Rainer Söhl trachtet in seiner „reinen Malerei“ nach neuen Dimensionen der Wahrnehmung.

 

Wie sehen, wie erfahren wir Wirklichkeit?

 

Auf diese Frage lenkt er uns.

Er möchte unser Wahrnehmungsvermögen sensibilisieren. So bringt er Bruchstücke von Wirklichkeit, eine Gestalt, Landschaftsausschnitte, einen Vogel, Pflanzen, eine Kugel in neue, von ihm erfundene aufgespürte oder erdachte mehrschichtige Bild- und Sinnzusammenhänge. “Malerei ist nicht eine Paraphrase der fotografischen Wirklichkeit.“

 

Die Anstöße sind oft buchstäblich merk-würdig. So assoziiert Söhl Motive der Mythologie mit kosmologischen Visionen, der Natureindruck von Wolken, inspiriert ihn zu den dramatischen „futuristischen Projektionen“. Das Malen als künstlerischer Prozess und die Sinnenfreude beim „Erlebnis Malerei“ büßen dabei aber gegenüber der metaphysischen Reflexion nichts ein.

 

Rainer Söhl, firm in der Beherrschung der traditionellen Maltechniken, liebt das Experiment. gern bedient er sich der Collage und der Übermalung. Er appliziert mancherlei Werkstoffe, streut Pigmente und färbt Materialien ein. Das Prinzip Collage kommt, neben der zeichnerischen Prägung, häufig auch in der Bildkomposition zum Ausdruck (Siebdruckeinschübe, Texte, Texturen, Schriftzeichen, Zeichenschriften).

Dies verstärkt die Vielschichtigkeit.

 

 

Paul Theodor Hoffmann

 

Vita

Studium an der HfbK für Gestaltung und Musik in Bremen und in Italien und der Schweiz

Seit 1978 freiberuflich tätig als Bildender Künstler, Dozent und Designer


Künstlerische Leitung der Villa Arabesco in Florenz

Leitung des Bildhauersymposions in Montaillone

Stipendium am Kunstzentrum Bosener Mühle, Saarland
Kunstpreis der HanseArt von Jerwitz und Gerstäcker


Ausstellungen

1978 Galerie Neue Diele, Jork

1980 Galerie R. Schmid, Hamburg

1983 Oostende, Belgien

1985 Kunsthaus, Hamburg

1988 Kunsttreppe, Hamburg

1989 Kunstforum Nord, Hamburg

Galerie Gedok, Hamburg

1992 Kunsttreppe, Hamburg

1998 Elb Art, Hamburg

2000 Galeria de Arte Jutta Wiegert, Brasilien, Peru, Chile, Kolumbien

Galerie Kirsten Beuster, Hamburg

2006 Luckow Kunstsommer, Vorpommern

Galeria Obok Centro Kultura Police, Stettin, Polen

Hanse Art, Hamburg

2007 Kunstzentrum Bosener Mühle, Stipendium, Saarland

Galeria Obok, Internationales Pleinair,Danzig, Polen

2014 Galerie Hotzel, Mannheim

2015 Galerie Ebensberger, Heidelberg

2016 Kutlturforum, Lüneburg

2016 LDX Galerie, Berlin

2018 Huntenkunst, Niederlande

Galerie Artinnovation, Innsbruck

Marziart, Internationale Galerie, Hamburg

Art Salzburg


Werkbeschreibung (Neue Arbeiten)

Zeichnungen, die skizzenhaft hingeworfen wirken, und fragile Collagen auf Harz getränkten, transparenten, geschichteten und gerissenen Papieren.

Es entsteht der Eindruck von Verletzlichkeit, Zerrissenheit, Flüchtigkeit.


Diese „zerrissenen“ Arbeiten entstehen seit 2010. Bei dieser Technik bin ich nicht an Formate gebunden. Ich kann uneingeschränkt hinzufügen und wegreißen, fast unendlich in alle Richtungen, in alle Tiefen und Höhen zeichnen.



Arbeiten 1985 – heute:




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