Rainer Söhl trachtet in seiner „reinen Malerei“ nach neuen Dimensionen der Wahrnehmung.

Er möchte unser Wahrnehmungsvermögen sensibilisieren. So bringt er Bruchstücke von Wirklichkeit, eine Gestalt, Landschaftsausschnitte, einen Vogel, Pflanzen, eine Kugel in neue, von ihm erfundene aufgespürte oder erdachte mehrschichtige Bild- und Sinnzusammenhänge. “Malerei ist nicht eine Paraphrase der fotografischen Wirklichkeit.“

Die Anstöße sind oft buchstäblich merkwürdig. So assoziiert Söhl Motive der Mythologie mit kosmologischen Visionen,  der Natureindruck von Wolken, inspiriert ihn zu den dramatischen „futuristischen Projektionen“. Das Malen als künstlerischer Prozess und die Sinnenfreude beim „Erlebnis Malerei“ büßen dabei aber gegenüber der metaphysischen Reflexion nichts ein.

Rainer Söhl, firm in der Beherrschung der traditionellen Maltechniken, liebt das Experiment. Gern bedient er sich der Collage und der Übermalung. Er appliziert mancherlei Werkstoffe, streut Pigmente und färbt Materialien ein. Das Prinzip Collage kommt, neben der zeichnerischen Prägung, häufig auch in der Bildkomposition zum Ausdruck (Siebdruckeinschübe, Texte, Texturen, Schriftzeichen, Zeichenschriften).
Dies verstärkt die Vielschichtigkeit.
                                                                                                                   Paul Theodor Hoffmann


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